Freitag, 2. Juni 2017

Zu Pfingsten nachgedacht:


Weltbeschreibung - Selbstbeschreibung

Die Welt um mich herum: vielstimmig, vielgestaltig, vielschichtig, facettenreich, komplex, widersprüchlich, verwirrend, kompliziert, zuweilen faszinierend, zuweilen überfordernd.

Und was mache ich darin? - Als zeitgenössische bildende Künstlerin und Landschaftsarchitektin erforsche ich kulturelle Phänomene, wie
Schönheit, Alter, Körper, Masse und Individuum, urbanes Leben, Gender, Demokratie, Arbeit, Kunstgeschichte und Kunstmarkt ...
Ich betrachte diese Phänomene wie Landschaften: als gesellschaftliche Übereinkünfte und kulturelle Konstrukte.

Mit den Methoden der Diplomingenieurin und der Bewegungsforscherin untersuche ich, was mich interessiert, um dann kleine Verschiebungen und minimale Setzungen vorzunehmen. Ich lege Aspekte frei, die aus meiner Sicht fehlen oder konstruiere neue Phänomene: mal performativ, mal objekthaft, oft beides, gerne improvisierend, immer wieder mal als digitale "Landschaft" (siehe dieser Blog, siehe Nofretete), immer in Reaktion auf Vorgefundenes.

Im und mit dem (öffentlichen) Raum zu arbeiten, ihn immer wieder zu hinterfragen, zu befragen und in meine Arbeiten einzubeziehen, ist ein wichitger Teil meines künstlerischen Selbstverständnisses - manchmal und gerne auch ortspezifisch.

Meistens spielen der Prozess, also zeitliche und räumliche Veränderungen und die Kontinuität des Seriellen eine wesentliche Rolle (bitte gerne die Timeline dieses Blogs durchstöbern, es gibt ihn bereits seit 2008!). 
Zunehmend biete ich (Zeit-) Räume an, in denen ich selbst mit den BesucherInnen in Dialog und Austausch trete. Dann scheinen sehr viel Facetten der Gesellschaft auf (siehe z.B. Apotheke für Deutschland)

Meine Arbeiten entstehen in einem inneren Dialog in den Sprachen Englisch und Deutsch.

Der Hintergrund aller meiner künstlerischen Auseinandersetzungen ist die universelle Frage nach dem In-der-Welt-Sein des Menschen.




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